Merritt Island, Teil 1

Zwei volle Tage Aufenthalt hatte ich für Meritt Island auf Cape Canaveral reserviert.
Rückblickend hätte ich hier auch eine ganze Woche zubringen können. Die an der Ostküste gelegene Insel war eines der absoluten Highlights auf meiner Reise. Einige User hatten mir eher von MI abgeraten, ich hatte wohl einfach nur Glück.

Das Wetter war durchgehend sonnig bei Temperaturen zwichschen 10° morgens bis über 30° Celsius mittags.

Ich hatte mir auf der Insel einige Ziele ausgesucht welche ich besuchen wollte.
Ein guter Startpunkt ist das Meritt Island Visitor Center (Kartenlink) ganz in Norden von Cape Canaveral.

Direkt am Eingang begüssten mich ein paar Hörnchen. Eines davon warf sich kurz in Pose für mich:

 


Neben dem Visitor Center an einem Teich ist ein künstliches Fischadlernest angelegt welches auch besetzt war.
Ich habe das Paar etwa eine Stunde beim Nestbau und "Mating" beobachtet.

 

Fotografisch liegt es leider sehr weit weg und für einen guten Blickwinkel zu hoch. Hier kamen 1000mm zur Anwendung.

Am Teich beginnt dann ein etwa 1km langer Wanderweg durch einen Wald. Es raschelte sehr oft etwas im Unterholz, sodaß mir etwas bange wurde...

 

 



Später sah ich dann aber die Ursache für die Geräusche, ich war dann nicht mehr ganz so ängstlich

 

Die Gürteltiere sah ich während des gesamten Urlaubs öfters. Sie haben wenig Scheu und sind ständig mit der Futtersuche beschäftigt. Immer im hohen Gras unterwegs, boten sie mir aber wenig Chancen auf ein gutes Foto.


Nach dem Visitorcenter sollte man sich zur Einstimmung auf Merritt Island zum Black Point Wildlife Drive aufmachen (Kartenlink).
Das ist ein etwa 7 Meilen langer Weg durch die Natur, welchen man mit dem Auto abfährt. Bedingt durch die Fahrtrichtung der Einbahnstrasse und der Lage der meisten Motive in westlicher Ausrichtung, bietet es sich an die Fahrt vormittags zu machen.

 

 

 

 

So vermeidet man zumeist starkes Gegenlicht, welches nachmittags und abends zu bekämpfen wäre.

Die Gebühr für den Park beträgt 5,- USD welche man in einen an der Einfahrt ausgelegten Umschlag legt, Kfz-Kennzeichen darauf notiert und diesen dann in einen Briefkasten wirft. Kugelschreiber nicht vergessen! Ich war vor Ort für 15 Minuten gebunden, weil niemand der anderen anwesenden Touris einen Stift dabei hatte und ich aushelfen musste
So kam man aber auch gleich ins Gespräch und ich bekam einen feinen Tip für den Nachmittag

Man kann im Park die üblichen Verdächtigen (Reiher, Regenpfeiffer, Rallen, selten Alligatoren und andere Tierarten) in relativ kurzer Entfernung finden und recht einfach aus dem offenen Fahrzeugfenster heraus fotografieren.


Eine Vogelart, welche ich unbedingt während des Urlaubs ablichten wollte, waren die Rosalöffler.
Im Gegensatz zu den zahlreichen Reiherarten sind diese Vögel aber relativ scheu. Ich kam nur sehr selten nahe genug an sie heran, dass passble Ergebnisse herauskamen:

Im letzten Drittel des Black Point Drives ist ein Parkplatz mit Toilette.

Hier beginnt ein 5 Meilen langer Wanderweg an der Küste entlang. Der Allan Cruickshank Memorial Trail (Kartenlink). Es war kurz vor Mittag, entsprechend heiss und sonnig. Daher entschloss ich mich nur die 60D und das EF 70-300L auf die Wanderung mitzunehmen. Wie meist, rächte das sich schon noch wenigen Kilometern...

Während der Wanderung auf dem Rundweg kamen mir exakt 2 andere Wanderer entgegen. Der Ami läuft halt nicht gern. Wozu auch? Man kann ja alles mit dem Auto erfahren. Was man aber verpasst, ist das Leben in der Natur: Jagende Fischadler, über dem Kopf kreisende Geier (welche auf fette Beute in Form meiner Person hofften), Pelikane und Rosalöffler im Flug, Tiere, die man nicht so oft sieht und eher scheu sind.

Ich bin den Trail entgegen der normalen Laufrichtung gegangen, habe das aber erst später bemerkt. Nach etwa 2 Kilometern nahm ich in weiter Ferne einen künstlich errichteten Pfahl, abseits und unerreichbar des Wanderweg, wahr. Als ich etwas näher herankam, konnte ich zwei Weisskopfseeadler erkennen, welche sich dort aufhielten:

Das Bild ist ein sehr starker crop und bearbeitet. Näher bin ich während der gesamten Reise aber nicht mehr an Bald Eagle herangekommen. Daher freue ich mich, wenigstens diese Aufnahme zu haben.
Natürlich wäre das 500er mit der 7D² hier deutlich praktischer gewesen, letztlich bin ich aber doch froh es nicht mitgenommen zu haben. Ich war am Ende der Wanderung sehr erschöpft.

Fischadler waren auf der Jagd nach Beute, auf dem Rücken schwimmende Fisch war aber wohl deutlich zu groß, um als Beute in Frage zu kommen. Ich habe keine Ahnung, was das für eine Art ist Der Fisch war ca. ein Meter lang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch einige Singvögel konnte ich beobachten (oder sie mich). Allgemein sind die Singvögel aber ähnlich scheu wie in Deutschland.

 

 

 

 

 

Ich habe zig andere Arten während der Wanderung auf dem Trail ablichten können. Diese zu zeigen würde aber den Rahmen sprengen, daher spare ich mir zu viele Bilder.